11.06.2018

XOXO

Oh Mann, dieser Film ist echt ein Erlebnis für sich. Ich habe noch nie einen Film gesehen, der die Atmosphäre eines Elektromusik-Festivals so gut abbildet wie XOXO.

Die Handlung lässt sich im Grunde wie folgt zusammenfassen: Mehrere Charaktere sind aus verschiedenen Gründen auf einem Festival und am Ende fällt alles an seinen Platz und die Leute sind glücklich.
Der Film folgt dabei der ganz simplen 3-Akt Struktur und die Story ist quasi komplett vorhersehbar - Wer einen Film mit komplexer, interessanter oder unerwarteten Geschichte sucht, wird mit XOXO nicht gut fahren. Die verschiedenen Lovestories sind auch nicht gut gemacht oder spannend, also eigentlich versagt der Film nach den meisten üblichen Bewertungskriterien.

Trotz und alledem hatte ich fast die ganze Zeit ein riesigen Grinsen auf dem Gesicht. Warum? Weil man einfach merkt, dass die Macher totale Festivalfans sind. Der Film ist visuell sehr schön und teils wirklich überwältigend - auf die positivste Art.
Der Soundtrack ist ebenfalls passend und nett (wenn auch etwas zu weich für meinen Geschmack, lol) und überhaupt wird das Feeling und die Atmosphäre sehr gut rübergebracht.
Am besten kann man sich den Film wahrscheinlich folgendermaßen vorstellen: Ein Drittel Aftermovie, ein Drittel verballerte Comedy und Visuals und ein Drittel Handlung, Lovestory, Kritik an großen EDM-Künstlern und der Rest des Films.

Kann ich den Film also empfehlen? Nun, das liegt dran: Leuten, die sich gerne auf Elektro-Festivals rumtreiben und mit ""Rave-Kultur"" (ich mach mal doppelte Anführungszeichen, damit das nicht zu cringy wirkt) etwas anfangen können, würde ich den Film nicht nur empfehlen, sondern ans Herz legen. Es wirkt als wäre der Film genau für diese Zielgruppe gemacht worden. Allen anderen kann ich ehrlich gesagt keine Empfehlung aussprechen. Abseits der Visuals, der Musik und dem atmosphärischem Gefühl bietet der Film nicht viel, was die anderthalb Stunden rechtfertigen würde.

Randnotiz: Der Film ist eine von Netflix finanzierte Produktion und daher nur auf Netflix zu finden.

Guardians Of The Galaxy 2 [Draft]

Ich hab grade mal wieder in das Interface von Blogger geguckt, und gesehen, dass ich vor über einem Jahr (am 30. April 2017), ein paar Gedanken zu Guardians of the Galaxy 2 aufgeschrieben habe.
Mein Plan war, ein paar Stichpunkte direkt nach dem Kinobesuch zu verfassen und später einen längeren Text draus zu machen.
Offensichtlich hat das nicht geklappt, aber ich möchte die Stichpunkte ungern verwerfen; also mit über einem Jahr Verspätung präsentiere ich hier meine ungefilterten Gedanken zu Guardians of the Galaxy 2:

- Technisch kacke (3D, kampfszenen)
- Synchro kacke
- Visually impressive
- Lustige Momente
- Lustige Charaktere
- Situationskomik

-> 6/10

28.07.2017

Arrival (2016)

Ein Sci-Fi-Film der mich mehr geflasht hat, als irgendein Film den ich in der letzten Zeit gesehen habe.
Klar, kann vielleicht auch daran liegen, dass ich in letzter Zeit sehr wenige Filme geguckt habe, aber überzeugt bin ich trotzdem.

Super spannend, sehr cooler Stil und ein kleiner Mind-blow Moment am Ende.
Was will man mehr? Ich kann Arrival nur von ganzem Herzen empfehlen.

Edit: Und dies ist auch mein erster Eintrag im Jahr 2017. Mal sehen ob ich in den kommenden Wochen noch mehr Filme gucke und etwas dazu schreiben möchte. Ich hab' aktuell noch ein paar in der Pipeline.

31.08.2016

The Flash

Vorweg eine Serviceinfo: In Zukunft werde ich Spoiler auf diese Art schwärzen. Dies funktioniert aber natürlich nicht auf Facebook oder in RSS Readern, von daher ist dies eine Spoilerwarnung für diesen und alle zukünftigen Posts.

Nun aber zum Thema. Nach dem absoluten Debakel Suicide Squad, hatte ich mal Lust auf richtig guten DC Content. Fündig geworden bin ich mit der Serie The Flash. Die unfassbaren 98% auf Rotten Tomatoes haben dann meine Neugier endgültig geweckt und ich habe mir die erste Staffel bei amazon Prime Video angesehen. Mein Fazit: Fantastisch. Spannend, lustig, klasse Charaktere, smarte Referenzen und mehr positive Elemente haben mich dazu gebracht alle 23 Folgen der ersten Staffel innerhalb von weniger als zwei Wochen durchzubingen. Dies mag dem erfahrenen Serienjunkie vielleicht langsam erscheinen, ich muss aber dazu sagen, dass ich quasi nie Serien so schnell durchhaue und allgemein wenige Serien gucke, daher kam mir das doch recht schnell vor. Wie auch immer.

Wenn es nur einen Grund gibt diese Serie zu gucken, dann alleine schon um fucking Mark Hamill einen "I am your father"-Moment haben zu sehen. Ich wäre fast vom Stuhl gefallen. Meine volle Empfehlung für diese Serie.

Staffel 2 ist auch schon eine Weile draußen, aber leider nicht in Prime enthalten und bevor ich mir für 35€ die digitale Version kaufe, bestelle ich doch lieber die UK-Bluray vor, die am 12. September erscheint. Ich kann es kaum erwarten, insbesondere mit diesem miesem Cliffhanger am Ende.

Eine letzte Sache noch: amazon Prime Video gefällt mir echt mehr und mehr. Klar, das Angebot ist bei Netflix besser und die Möglichkeit mit mehreren Leuten einen Account zu teilen gibt es auch nicht wirklich, aber dafür hat amazon Video coole Features wie "X-Ray", welches live zu jedem Zeitpunkt anzeigt welche Schauspieler, Charaktere, Musik und anderes in der aktuellen Szene vorkommen. Super hilfreich wenn nach einem halben Jahr eine weitere Staffel einer Serie erscheint und man nicht mehr zu 100% weiß, wer all die Leute auf dem Bildschirm sind. Dies war für The Flash natürlich relativ unnötig, hat mir aber bei Mr. Robot Staffel 2 (Review kommt wenn die Staffel durch ist) ungemein geholfen. Ich kann also auch definitiv eine Empfehlung für amazon Prime Video aussprechen, aber nur unter der Voraussetzung, dass man vorher prüft, ob auch die gewünschten Inhalte da sind.

21.08.2016

Suicide Squad

Was für ein schlechter Film. Ich habe ja irgendwie erwartet, dass die 26% auf Rotten Tomatoes einfach nur von zu harten Kritikern kommt, aber jetzt wo ich den Film gesehen habe, kann ich mich den schlechten Reviews nur anschließen.

Der Film ist einfach verdammt langweilig. Die Hälfte der Mitglieder des Squads hätte man auch weglassen können, weil sie eh nichts zum Film beitragen und die anderen waren auch so langweilig und motivationslos (geschrieben, nicht geschauspielert), dass selbst die Actionszenen keine Spannung erzeugt haben. Comedy hat auch überhaupt nicht funktioniert. Ich weiß nicht ob das nur an der schlechten deutschen Synchro, oder am schlechten Skript lag, aber lustig war an dem Film so gut wie nichts.

Ein paar Worten zum Plot: Was ist in diesem Film bitte passiert? Ganz ernsthafte Frage, ich weiß es nämlich nicht. Irgendwelche "Bösewichte" aus verschiedenen DC Comics werden rekrutiert (bzw eher gefangen und dann zur Kooperation gezwungen) um was zu tun? Ein Questlog mit drei Einträgen abzuarbeiten? Dies ist leider die akkurateste Zusammenfassung die ich geben kann: Ein Haufen langweiliger Charaktere tuen logisch nicht wirklich zusammenhängende Dinge ohne wirklichen Grund. Klingt spannend? Ist es nicht.

Abschließend noch ein paar Kleinigkeiten:
Wieso zum Teufel hat dieser Film eine FSK16 bzw PG-13 Freigabe? Wer hat sich bitte überlegt, dass so ein Film auf diese Freigabe getrimmt werden soll? Nicht nur, dass Szenen die wohl als Schock dienen sollen - Mehrere aufgespießte Menschen in einer U-Bahn Station zum Beispiel - mit schwarzem Blut überall komplett lächerlich wirken, die Haupt-"Gegner" des Squads sind auch nur so komische Stein-Blubber-Wesen(?) die einfach echt komisch und ungefährlich aussehen. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Schuss in den Hinterkopf eigentlich mehr Effekt zeigt, als dass die Person komplett intakt einfach umkippt.

Wieso zum Teufel macht nichts Sinn in diesem Film? Charaktere überleben, obwohl sie eigentlich tot sein sollten, eingesetzte Gadgets sind sinnlos, der Plan der Antagonisten ebenfalls. Selbst die One-Liner haben mich teilweise stutzig gemacht - aber das kann auch das der schlechten Synchro liegen.

Gibt es also irgendeinen Grund diesem Film zu gucken, im Kino oder anderswo? Absolut nicht. Meine Hoffnung ist nun, dass Justice League besser wird. Mal sehen was das nächste Jahr so bringt.

11.08.2016

Minions

Hatte ehrlich gesagt mehr erwartet. "Despicable Me" und das Sequel waren ja tatsächlich gute Animationsfilme, obwohl sie nicht von Pixar waren. Das Spin-Off Minions hingegen ist einfach durchgehend langweilig. Ich finde die Minions ja nicht mal übertrieben nervig wie andere r/minionhate Abonnenten - In Despicable Me waren sie lustige Sidekicks und haben als Running Gag gut Spaß bereitet. Als kompletter Film funktioniert dieser Humor leider überhaupt nicht. Also mein Fazit: Ich kann den Film nicht empfehlen. Es gibt einfach keinen Grund ihn zu gucken, da das grundlegende Ziel einer Komödie, nämlich zu unterhalten, einfach verfehlt wird. Vielleicht wird er ja mit einer guten Menge Alkohol besser, aber selbst dann würde ich wohl lieber trashige Asylum-Filme bevorzugen, anstatt nochmal anderthalb* Stunden meines Lebens zu verschwenden.

*Okay das stimmt so nicht; Anderthalb Stunden habe ich tatsächlich nicht ausgehalten und den Film nicht bis zum Ende geschaut. Bereuen tue ich das nicht.

02.08.2016

The Martian

Der folgende Eintrag enthält Spoiler sowohl für den Film, als auch das Buch auf dem der Film basiert.

Als ich mir letztes Jahr das elf Stunden lange Hörbuch gekauft und angehört habe und dann erfahren hab, dass es eine Verfilmung geben soll, habe ich schon vermutet, dass hier arg viele Sachen fehlen werden - und ich hatte Recht.
Das soll natürlich keine negative Kritik an den Filmemachern sein; irgendwie muss man die Story ja auf Filmlänge zusammendampfen und das Buch enthält auch durchaus Längen, die in Filmform einfach nur langweilig gewesen wären. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die meisten Kritikpunkte, die Leute an dem Film hatten, im Buch erklärt oder grade gerückt werden und der Film auf jeden Fall besser wird, wenn man das Buch vorher kennt.

Eine Sache die ich echt schade fand war, wie gut in dem Film alles gelaufen ist. Ernsthaft, gefühlt die Hälfte der Probleme aus dem Buch - z.B. dass eigentlich die Kommunikation zur Erde relativ schnell wieder irreparabel kaputt geht, weil Mark aus Versehen einen Lötstab an einen Metalltisch lehnt auf dem die Konstruktion mit dem Pathfinder-Sender stand - kommen in dem Film gar nicht vor. Wenn ich mich recht erinnere wurde Mark auch am Ende tatsächlich von Beck ins Raumschiff gezogen und nicht von der Kommandantin, aber ich bin jetzt auch zu faul das nochmal nachzuprüfen.

Mein Fazit: Mir hat das Buch mehr Spaß bereitet, aber der Film ist auf jeden Fall guckbar. Sollten allerdings Fragen zur Plausibilität oder zur Abfolge von Ereignissen aufkommen, sollte vielleicht erstmal das Buch konsultiert werden. Der gute Andy Weir hat sich nämlich eine Menge Gedanken gemacht.

01.08.2016

Edge of Nowhere

Das erste VR-exklusive Spiel, dass ich von Anfang bis Ende durchgespielt habe. Ziemlich coole Sache, muss ich ja schon sagen. Insomniac Games - die Macher von Ratchet & Clank - haben hier schön gezeigt wie gut ein 3rd-Person Spiel in VR funktionieren kann und außerdem, dass es auch andere Genres außer Horror gibt. Klar, es gibt ein paar Jumpscares hier und da und die Atmosphäre ist sehr dicht, aber im Großen und Ganzen ist es von der Art her wie Uncharted, mit Kletter-, Stealth-, und Rumlaufen-und-Story-mitbekommen-passagen. Aus dem aktuellen Markt der VR-Spiele der hauptsächlich aus Tech-Demos und Gimmickspielen besteht sticht Edge of Nowhere daher echt heraus, und sollte von jedem Besitzer eines Oculus Rift' (oder Vive mit ReVive) zumindest mal begutachtet werden. Vielleicht kommt es ja auch irgendwann mal auf Steam - dann könnte man es noch im Sale mitnehmen, aber ich kann hier auch den Kauf im Oculus Store empfehlen.

Okay, kann ich nicht, der Oculus Store ist echt kacke, aber aktuell gibt es das halt nirgendwo anders.

06.05.2016

Oculus Rift CV1: Ersteindruck

Dies ist ein Ersteindruck, der auf drei Tagen des Herumspielens mit der Hard- und Software beruht. Vielleicht schreibe ich in nem Monat oder so noch einen weiteren Text zu dem Thema, aber ich wollte jetzt erstmal meine Anmerkungen zu den ersten Berührungen mit dem Rift (und hochqualitativem VR im Allgemeinen) niederschreiben.

Okay, also wo fange ich an?

Die Hardware


ist ziemlich fantastisch. Klar, wer hier erwartet literally die Matrix zu bekommen wird enttäuscht sein. Der Rift Consumer Version 1 ist zwar technisch gesehen kein Gen. 1 Produkt, da es ja zwei Development Kits gab, aber es fühlt sich trotzdem so an. Was sind die größten Bedenken bei der Hardware?

Tragekomfort: Absolut fantastisch. Das HMD ist leicht, drückt nicht und hat genug Laschen und Spielraum um vermutlich auf jeden Kopf zu passen. Keine Beschwerde über den Komfort.

God Rays: wird der Effekt genannt, dass Licht durch die Linsen falsch oder seltsam reflektiert wird und dadurch quasi eine "Schmierspur" hinterlässt. Dieser Effekt ist definitiv sehr auffällig beim Rift. Das liegt allerdings hauptsächlich daran, dass er nur bei weißen Objekten auf schwarzem Hintergrund auftritt, was außerhalb von Ladescreens, in denen man nichts anderes machen kann als auf ein weißes Ladeicon zu blicken und die God Rays zu bemerken, nicht oft zu sehen ist. In tatsächlichen Spielen oder anderen Anwendungen sind mir diese noch nicht aufgefallen.

Screen Door Effect: abgekürzt SDE, bezeichnet den Effekt, dass die virtuelle Welt wie durch ein "Fenster" oder halt eine Tür wahrgenommen wird. Dieser Effekt wird ausschließlich durch das vertikale und horizontale FOV der Linsen bestimmt und kann definitiv noch verbessert werden. Ich muss dazu allerdings sagen, dass die Intensität des SDEs von der Anwendung abhängt. Spiele, in denen man oft mit den Augen in eine Richtung guckt ohne den Kopf zu drehen, fühlen sich manchmal wie durch eine Skibrille betrachtet an, aber genau wie bei einer Skibrille ist das nichts was man in einer immersiven Anwendung aktiv bemerkt wenn man nicht Ausschau danach hält.

Auflösung: Die Auflösung zu bewerten ist etwas tricky. Mit 2160x1200 Pixeln sollte es eigentlich keine Probleme geben, wenn man aber bedenkt, dass der Bildschirm so ca. 5 cm von den Augen entfernt ist, wird es schon kritischer. Ich fände es auf jeden Fall cool einen 4K Rift zu haben, aber leider gibt aktuelle PC-Hardware das nicht zu einem bezahlbaren Preis her. Die 2,5 Mio. Pixel in 90 Bildern pro Sekunde durch die Leitung zu pushen erfordert eine starke Grafikkarte und es würde Oculus nicht helfen einen 3000€ PC mit Triple-SLI als Mindestvorraussetzung zu haben. Wir müssen uns also wohl vorerst mit einem leicht pixeligem Bild begnügen, bis dann in ein paar Jahren ein CV2 mit 4K Display vorbestellbar ist. Wie auch für die anderen Punkte gilt aber auch hier: In Games oder anderen Experiences fällt das nicht weiter auf.

Das ist ja alles schön und gut, aber ohne Inhalte ist der Rift nur ein 700€ teuerer Briefbeschwerer. Betrachten wir nun kurz

Die Software


Dieser Abschnitt wird nicht sonderlich lang, zumal ich jetzt auch nicht auf spezifische Spiele eingehen will, sondern mich auf die allgemeine Erfahrung mit der Software beziehen werde.

Zu Beginn: Oculus Home. Der Dreh- und Angelpunkt des Gerätes, vereint Store, Bibliothek, Launcher und Treiber in einem Programm. Ohne Home ist es nicht möglich irgendwelche Dinge mit dem Rift zu tun, weder den Sensor kalibrieren, noch Spiele von Steam oder Anwendungen aus dem Internet auszuführen. Was kann ich zu Home sagen? Die Idee ist nicht schlecht, aber das Programm erfordert auf jeden Fall noch Arbeit. So ist es z.B. nicht möglich im Oculus Store gekaufte Spiele herunterzuladen während irgendetwas auf dem Rift läuft. Das macht nicht nur keinen Sinn, sondern ist auch extrem frustrierend.

Analog zu Oculus Home gibt es noch SteamVR, was im Grunde das Gleiche ist, nur optimiert auf den HTC Vive. SteamVR ist allerdings auch mit dem Rift nutzbar um seine auf Steam gekauften, Rift-kompatiblen Spiele zu starten ohne das HMD abnehmen zu müssen. Ansonsten ist Steam halt Steam, mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir nun zu den Spielen. Hier muss ich sagen: Die paar Sachen die ich bislang gespielt habe waren alle polished, funktionierten gut und machten insgesamt einen sehr guten Eindruck. Anders als beim DK2, wo häufig eine Konfigurations-Hölle beschrieben wurde, läuft hier alles "Out-of-the-box". Dies gilt zumindest für Spiele aus dem Oculus Store und von Steam. Klar, irgendwelche Demos von random Webseiten laufen nicht immer ohne wütendes Auf-die-Tastatur-hauen, aber auch hier hatte ich bisher wenig Grund zum Aufregen.
Was die aktuellen Spiele leider nicht bieten ist Umfang, oder zumindest Variation. Die Spiele machen zwar alle Spaß und laufen technisch einwandfrei, es gibt aber noch kein Witcher 3 oder Skyrim oder CS:GO oder in welches Spiel auch immer Leute hunderte oder tausende Stunden versenken für den Rift. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Spiele in meiner aktuellen Library länger als vielleicht ein paar Stunden spielen würde, ich bin aber fest davon überzeugt, dass mit steigender Adoption von VR-Brillen auch der Umfang und die Spieltiefe der angebotenen Games größer wird.

Fazit


Der Oculus Rift CV1 ist ein sehr teueres, aber auch immens spaßiges Spielzeug. Die Hardware hat definitiv noch Mängel, die in späteren Versionen verbessert werden müssen, das Softwareangebot ist zwar groß, lässt aber was Tiefe und Umfang angeht zu wünschen übrig und die Kosten von VR sind aktuell einfach echt hoch. Es wird ja nicht nur ein HMD benötigt, sondern auch ein PC mit ordentlich Power und Games, die auch viel teurer sind als normal. Spiele die sonst um die 5€ kosten würden werden für das zwei- bis vierfache angeboten und selbst die "Triple-AAA" Spiele wie The Climb die den Vollpreis kosten, kommen einfach nicht an klassische Vollpreistitel heran. Dies ist wohl der Preis den Early Adopter zu zahlen haben (wie immer), trotzdem bereue den Kauf keine Sekunde. Der zukünftige Pfad von VR leuchtet hell und ich kann kommende Entwicklungen und Produkte (Oculus Touch z.B.) kaum abwarten.

In diesem Sinne: See you in VR []-)

04.04.2016

Rick and Morty

Ich bin ja normalerweise nicht so der Serien-Typ, aber über Rick and Morty habe ich so viel Gutes gehört, dass ich die Serie einfach mal gucken musste.

Okay die Geschichte stimmt so nicht ganz; Ich habe zwar viel Gutes gehört, hatte aber nie Lust mit dieser Serie anzufangen. Ich habe sogar mal ein paar Folgen geguckt und hatte immer noch kein Interesse. Doch dann kam gestern ein zufälliger Reddit-Post aus /r/netflix durch meinen Feed gerutscht, der gesagt hat, dass R&M jetzt in Deutschland und ein paar anderen europäischen Ländern auf Netflix verfügbar ist. Also was mache ich? Die gesamte erste Staffel gucken natürlich. Heute habe ich dann die zweite Staffel geguckt und ich muss sagen: Alter ist diese Serie fantastisch.

Die Wierdness und den Witz von Adventure Time gemixt mit Sci-Fi und "fuck, das ist zu real"-Material, ist wie ich diese Serie in einem Satz beschreiben würde.
Also ja, Rick and Morty - wärmste Empfehlung von meiner Seite.

Serviceinfo: Die erste Staffel ist wie bereits erwähnt auf Netflix zu finden, die zweite Staffel habe ich leider nirgendwo legal finden können, nicht mal auf Bluray (Releasedatum: 6. Juni). Es gibt aber einen sehr guten, 2,4GB großen Torrent mit der gesamten Staffel in h.265 encodiert um Platz zu sparen. Schade, dass es hier kein vernünftiges Angebot in Deutschland gibt.