26.07.2014

Fack Ju Göhte

Eehm ja. Ein sehr überzeichneter Film voller Clichés und bunten Farben. Die Lustigkeit des Films kommt größtenteils durch die typischen Mittel des modernen Unterhaltungskinos. Schnelle Handlung, klar definierte, sehr lineare Charaktere und hochfrequenter Slapstick-Humor.
Dies mag wie eine harsche Kritik klingen, aber ich muss sagen der Film hat mir gefallen.
Er greift Elemente der Jugendkultur auf und verpackt sie in eine wenig aufwendige, aber dennoch unterhaltsame Story.

Oder um es kurz zu fassen: "Der Film ist voll lustich kuckt euch den an, ey". So in der Art.

24.07.2014

Spec Ops: The Line

Oh Mann. Alles was ich von diesem Spiel gehört habe war, dass die Story fantastisch ist. Also habe ich mal beim 2K humblebundle zugegriffen und mir das Spiel gegeben.
Mein Fazit: Whow. Das Gameplay ist gar nicht mal so spaßig - ein mittelmäßiger 3rd-Person-Shooter halt. Die Story und der gesamte Aufbau des Spiels sind dagegen großartig.
Ich empfehle die beiden Extra Credits Episoden dazu:
Episode 1
Episode 2
Darin wird unter anderem erklärt wie die Mechanik des Spiel die Erzählung vorrantreibt und untermauert.

Also mir hat's auf jeden Fall gefallen. Ist aber nicht für jeden was vermute ich - hat sich auch an den Verkaufszahlen gezeigt.

23.07.2014

The Walking Dead: Season 4 - Episode 4

Holy Fuck! Ich habe bereits diverse Empfehlungen für dieses Spiel bzw. diese Spielserie ausgesprochen und ich kann es nicht oft genug sagen: Sehr wenige Spiele sind so emotional und storymäßig so großartig und derart kaufempfehlungswürdig wie The Walking Dead von Telltale.
Die vierte Episode ist wie gewohnt spannend und voller Konflikte und Charakterverlust, endet aber mit einem Cliffhanger der brutaler ist als jeder andere in Season 1 oder Season 2 - Das Warten auf Episode 5 wird dadurch natürlich nicht gerade angenehmer.

Wie auch immer: Bedingungslose Empfehlung bleibt bestehen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

20.06.2014

Murdered: Soul Suspect

Hach, es hätte ja soo gut werden können. Die Story ist spannend, der Artstyle wirkte interessant. Aber letztendlich ist irgendwie nichts draus geworden. Wie kommts?
Nummer 1: Die Technik
Murdered läuft auf der Unreal Engine 3 und man merkt es an allen Ecken und Enden. Das offensichtlichste: Das Spiel sieht nicht aus wie ein PC-Spiel aus dem Jahre 2014. Die Texturen sind z.T. sehr niedrig aufgelöst, die Shader sind nicht gerade das Gelbe vom Ei und die Effekte sind bestenfalls "ganz nett" - Diese Mängel werden aber überdeckt durch den Style des Spiels, der alles bei Nacht oder im Dunkeln spielen lässt und größtenteils nur auf Schwarz, Blau und Orange/Rot setzt. Ein nerviges technisches Problem hatte ich allerdings mit der Framerate: Das Spiel läuft locker mit ~100fps auf normalen, aktuellen Rechnern. Das Problem: Die Zwischensequenzen sind bei 30fps gecapped, daher wirkt es oft so als würde das Spiel ruckeln und nicht richtig laufen nur weil eine Cutscene spielt. Selbige sind außerdem nicht in Ingame-Grafik, sehen aber schlechter aus als die interaktiven Abschnitte.

Nummer 2: Die Story
Die Geschichte ist definitiv das Beste an Murdered und war für mich am Ende auch die einzige Motivation das Spiel durchzuspielen. Das Spiel beginnt damit, dass der eigene Charakter Ronan stirbt und als Geist durch die Welt wandelt. Er muss nun rausfinden wer der "Bell Killer" ist, was er tut und warum. Eine gute Basis für einen Thriller bietet der Mix aus Mordgeschichte und Geisterstory durchaus und dieser wird auch geliefert. Das interaktive Medium Videospiel wurde aber hier nicht richtig angewendet; Die Story profitiert nicht von der Interaktivität, stattdessen wird sie ausgebremst und durch langweiligen Quatsch gestreckt.

Nummer 3: Das Gameplay
Das Gameplay besteht aus mehreren, sehr unterschiedlichen und klar getrennten Teilen. Zum einen hat man das Rumlaufen. Zu keiner Zeit wird man einfach an den nächsten Ort des Geschehens teleportiert. Zu jeder Location muss hingelaufen werden, was nicht nur langweilig ist, sondern auch die ohnehin kurze Spielzeit von nur ca 6 Stunden streckt.
Eine Variation des Rumlaufens wird erzeugt von auftauchenden Dämonen. Diesen muss man entweder aus dem Weg gehen, oder - häufiger - das Leben nehmen. Dies geht aber nur von hintern ihrem Rücken, weshalb es ablenkende Krähen gibt, die getriggert werden können. Diese Abschnitte könnten als die Kernsequenzen bezeichnet werden, obwohl die relativ selten vorkommen. In guter Third-Person Manier läuft man durch die Räume, versteckt sich und tötet Gegner.
Den zweiten Teil nenne ich einfach mal: Untersuchen. Man ist an einem Ort an dem sich in der Vergangenheit etwas abgespielt hat und muss herausfinden was. Dazu geht man durch den Raum und legt per Tastendruck Hinweise frei. Am Ende darf man dann aus den Hinweisen zusammenpuzzeln was passiert ist. Letzteres hört sich zwar spannend an, besteht aber im Grunde nur aus einem Menü in dem man die relevanten Hinweise auswählt. Wählt man einen Falschen darf man unbegrenzt oft weiter raten - es ist also nicht so, dass man z.B. auf eine falsche Spur kommt und die Story anders verlaufen kann.
Zwischendurch muss man noch mit Charakteren reden oder den Weg zu verschiedenen Orten finden. Diese Abschnitte sind aber nicht wirklich interessant, zudem es nur einen richtigen Weg gibt und man bei den Befragungen alle Optionen in beliebiger Reihenfolge abklappern muss.

Zusammengefasst fühlt sich Murdered: Soul Suspect nicht wie ein gutes Spiel, sondern eher wie ein 6 Stunden langer interaktiver Film an. Dabei erreicht es nicht annähernd die Qualität von Genrekollegen wie ... und ..., sondern eher wie ein zweistündiger Film der durch Interaktivität, von A nach B laufen und "Pseudoentscheidungen" auf 6 Stunden gestreckt wurde. Wenn ich so drüber nachdenke weiß ich warum mir keine ähnlichen Spiele einfallen. Square Enix hat sich hier definitiv auf ein Experiment eingelassen und das Ergebnis ist ... diskutabel. Eine Empfehlung für das Spiel auszusprechen fällt mir schwer - Die Story ist definitiv empfehlenswert und sie hat mich schließlich durch das komplette Spiel gebracht, der Rest ist aber dermaßen "meh", dass das Geld auch besser investiert werden kann. Wer Lust auf eine coole Geschichte hat kann sich das ja mal in einem Sale kaufen. Gameplay orientierten Spielern kann ich es nicht empfehlen.

05.06.2014

Elysium

Der folgende Post spoiltert den Film "Elysium".

Hach Elysium. Hätte ja echt was werden können. Aber diverse Plotholes und Storydevices die man tatsächlich einfach nur als "total dumm" beschreiben kann, haben mir den Film etwas versaut. Oh und natürlich der Fakt, dass mir der Hauptcharakter völlig egal war und die Geschichte an sich relativ langweilig war.

Nun also meine Kritik:
Zunächst einmal die Sicherheit in Elysium. Was zu Geier ist damit bitte los. Sobald ein illegales Transportschiff landet, sind innerhalb von 10 Sekunden Transportdrohnen am Start die festnehmende und schießende Roboter liefern, wenn aber einige Bomben im Verteidigungsministerium hoch gehen, ist keine Security weit und breit. Die Frage ist sowieso warum illegale Transportschiffe auf Elysium landen können. Wäre es denn unmöglich einfach Raketenwerfen auf der Erde, oder noch besser, an der Station anzubringen? Warum waren die oberen Herrschaften überhaupt so geschockt davon, dass Schiffe abgeschossen wurden? Wird das normalerweise anders geregelt? Dieser Spider scheint ja ein Business für illegalen Transport zu haben, also sollte es ja wohl Verteidigungsmechanismen geben. Die Frage ist sowieso: Warum werden die Schiffe mit Raketen abgeschossen, anstatt sie mit EMPs zu beschießen und in den Weltraum driften zu lassen? Wie jeder der Gravity gesehen hat weiß ist Weltraumschrott eine ernsthafte Bedrohung für Raumstationen und sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Weiter zu meiner Hauptkritik: Wie dumm ist bitte das Haupt-Storyelement nämlich der Datentransport übers Gehirn. Die Idee an sich kritisiere ich auch garnicht, nur die Idiotie mit der das in die Story verbaut wurde. Was hat sich bitte der CEO der Roboterfirma dabei gedacht sein geschriebenes Assemblerprogramm (was an sich schon unrealistisch ist - Der CEO hat wohl wichtigere Dinge zu tun als Code zu schreiben) so zu speichern, dass es beim Auslesen aus dem Gehirn den Träger der Information tötet. Wie hat sich der Typ das bitte vorgestellt den Core des ganzen Systems zu patchen wenn er selbst tot ist weil er die Daten ausgelesen hat.

Eine weitere Dummheit fand ich diese Healing-Pods. Warum müssen Elysiums Bewohner eine hässliche Markierung auf dem Arm tragen um sich zu identifizieren, aber später als das System gehackt wurde und alle Erdenbewohner zu Bürgern von Elysium erhoben wurden, haben die Pods auch so für alle funktioniert. Also warum genau müssen die Bürger diese Markierung tragen? Warum lagen in dem Heilraum des Ministeriums eigentlich Druckkompressen rum? Das Regal war quasi 5m vom Healing-Pod entfernt.

Zum Ende möchte ich noch anmerken, dass die Hauptmotivation des Characters eigentlich aus Quatsch heraus entstanden ist. Wie kaputt ist bitte die Sicherheit in der Fabrik. Ich weiß, dass den Elysiern die Gesundheit der Erdenbewohner egal ist, aber wenn Arbeiten tödliche Strahlungsdosen abbekommen ist damit niemandem geholfen. Ein normales Türdesign würde sich außerdem automatisch öffnen und nicht schließen wenn man diverse Male auf 'Reset' gedrückt hat.

Alles in allem hat mir der Film nicht sonderlich gut gefallen. Ich habe zwar schon schlechtere Filme gesehen, aber gerade im Genre der Zukunftsdystopien gibt es wesentlich bessere Filme. Oder So.

30.05.2014

Army of Darkness & Law Abiding Citizen

Kleine Filmmeinung im Doppelpack:

Army of Darkness [Armee der Finsternis]:
Mhm naja - weiß ich nicht. Die Idee des Films ist an sich lustig, aber die Umsetzung zT abstrus. Es ist nicht klar erkennbar, ob der Film eine Parodie auf Horrorfilme seien will, oder eine Komödie, oder was? Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Als alter Film wohl guckbar, wenn die Messlatte niedrig angesetzt wird. Sonst kann man ihn vielleicht wegen eines gewissen Trashfaktors gucken. Oder halt einfach nicht.

Law Abiding Citizen [Gesetz der Rache]:
Sehr geiler Film. Anschauen wenn möglich. Die Story ist durchwegs spannend und gut erzählt, die Kameraarbeit ist ganz cool und die Charaktere gefallen mir (Auch wenn ich letzten endlich für den "Bösen" gerooted habe). Also: Guter Film. Empfehlung von mir.

20.04.2014

The Amazing Spiderman 2

WARNUNG: Der folgende Post kann Spuren von Spoilern für The Amazing Spiderman 2 enthalten.

Normalerweise schreibe ich an dieser Stelle Empfehlungen für Filme die mir gefallen haben und nichts über die, die mir nicht gefallen haben. Mit dieser Tradition breche ich heute. The Amazing Spiderman 2 (ich kürz das jetzt mal mit "TASM2" um Buchstaben zu sparen) ist einfach nicht was der Name verspricht und zeigt wieder einmal, dass Sequels keine Gütegarantie haben. Irgendwann scheint in einem Meeting jemand entschieden zu haben: "Der Erste Teil hatte viele coole Actionmomente, wenig Längen und ein Absurditätslevel das sich im Rahmen anderer Marvel-Verfilmungen bewegt. Lasst uns die Actionmomente auf einen Endkampf und ungefähr zwei Szenen zusammensteichen und durch langweilige Dialoge ersetzen die dank der Synchro lächerlich wirken und niemanden interessieren. Außerdem brauchen wir mehr Slapstick-Humor und wenn die Oneliner-Theke nicht den ganzen Film über in Flammen steht, haben wir etwas falsch gemacht. Oh und vergesst nicht das Bullshit-Meter konstant nahe der 100% zu halten. Ja das wird den Leuten gefallen." Tja oder auch nicht. Anzukreiden habe ich dem Film auch noch die Ignoranz gegenüber Leuten die Spiderman nicht gut kennen. So wird z.B. Harry als langjähriger Freud dargestellt, obwohl er in TASM1 nicht vorkam. Die Dialoge haben es außerdem nicht geschafft irgendeine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen, sodass Gwens Tod ein Moment zum einschlafen war.
Was mir wirklich gefallen hat, war die Musik von Hans Zimmer und die Visuals, da der Film einige "Wallpaper-Momente" bot; Sonst aber absolut nichts. Am Ende wurde ein Dritter Teil angeteasert in dem wohl die X-Men etwas zu tun haben, aber ich weiß nicht ob ich mir den Film noch angucken würde. Achja Peter Parker benutzt jetzt Google statt Bing - Eine Änderung die den Realismus auf jeden Fall erhöht hat.

Für die Buzzword-Bingo-Spielenden noch eine kurze Zusammenfassung: Der Film ist unoriginell, langweilig, clichéhaft, absurd, quatsch, schlecht und das Geld nicht wert. Keine Empfehlung von mir.

08.04.2014

21 Jump Street

21 Jump Street. Wie geil ist bitte dieser Film. Ich habe absolut nichts erwartet (weil ich nicht wirklich etwas vorher gehört habe) aber whow, der Film ist großartig, lustig, selbstironisch und wahrhaft sehenswert. Einige Anspielungen auf die Serien aus den 80ern hatte er bestimmt auch; Keine Ahnung, hab sie nicht geguckt.

09.03.2014

Gravity

"Gravity". Die 7 Oscars die er gewonnen hat sind legitim, allerdings hat er zu Recht keinen Oscar für seine Story erhalten. Der Soundtrack ist sehr geil und aus filmographischer und künsterlischer Sicht ist der Film mitnichten ein Meisterwerk; Die Geschichte trägt ihn allerdings recht langsam über die 91 Minuten und ich habe nicht das Gefühl, dass man den öfter gucken muss. Ich kann von Gravity nicht abraten, aber ein "Must-Watch" ist er definitv nicht.

#DasFeuerIstSchuld

07.03.2014

The Avengers

MARVEL The Avengers. Holy fuk. Sehr geiler Film muss ich sagen. Eine deepe Story zu unterstellen wäre Quatsch, aber die Geschichte ist unterhaltsam wie nichts Gutes und trägt den Film super zwischen den Action- und Kampfszenen. Als Fan von Robert Downey Jr. kann ich sagen, dass er die Rolle des Iron Man wieder großartig lustig und durchdacht spielt. Das Gesamtwerk ist eine Empfehlung am alle denen die anderen MARVEL-Filme der letzten Zeit Spaß gemacht haben und die kein Problem damit haben, dass nochmal so ca. 5 Schüppen auf _ALLES_ draufgelegt wird. Weiterer Tipp: Film in Bluray-Qualität genießen. Die Setpieces sind so bombastisch, dass die zusätzlichen Pixel wahrhaft ausgenutzt werden.

Was mir nicht gefallen hat: DER FUCKING FILEGENDE FLUGZEUGTRÄGER. Ich meine WTF?! Das ist nicht 'ne Schüppe drauflegen, das ist das Erschlagen mit einem Spaten :D